Wie Tiere zu einem gesunden Ökosystem beitragen

10 februari 2026

Bei ONS BUITEN sind Tiere mehr als nur Passanten auf dem Gelände; sie sind aktive und unverzichtbare Teilnehmer des Ökosystems. Das Gelände lässt die Natur so weit wie möglich ihren Lauf nehmen, ergänzt aber dort, wo nötig, fehlende Glieder. So mähen und schneiden wir zum richtigen Zeitpunkt, um die Arbeit von Weidetieren nachzuahmen, und stärken das Ökosystem, ohne es zu regulieren. Das natürliche Gleichgewicht entsteht so durch menschliche Hände, Bepflanzung und die ständige Interaktion mit den Tieren. Von scharrenden Hühnern bis zu stolzierenden Hirschen: Jedes Tier erfüllt eine eigene Rolle innerhalb der Biodiversität der Landschaft.

Hirsche: Natürliche Baumschneider

Da natürliche Raubtiere fehlen und das Gelände reichlich Schutz bietet, fühlen sich Hirsche bei ONS BUITEN sicher. Dieses Vertrauen spiegelt sich in ihrem Verhalten wider. In den ruhigeren Jahreszeiten sind sie den ganzen Tag über auf dem Gelände zu sehen. Im Sommer verschiebt sich ihr Tagesrhythmus, und sie sind vor allem in den frühen Morgenstunden aktiv, wenn es noch kühl und still ist.

Für die Hirsche ist ONS BUITEN ein großer, essbarer Garten. Sie lieben Weiden, knabbern aber auch gerne an Weinreben und jungem Pflanzenbestand. Als natürliche Baumschneider halten sie die Landschaft in Bewegung. Auch wenn dies manchmal eine Herausforderung für das Gartenteam darstellt, fördert es zugleich die Kreativität. So werden junge Bäume durch das Pflanzen von Weißdorn an ihrer Basis geschützt. Die Dornen halten die Hirsche fern, sodass die Bäume sicher wachsen können. Außerdem werden gezielt Mispelbäume gepflanzt, da Hirsche diese verschonen. Auf diese Weise laden uns die Hirsche ein, das Gelände klüger und natürlicher zu gestalten.

Hühner: Waldbewohner und Bodenarbeiter

Hühner sind ursprünglich echte Waldbewohner, die gerne zwischen Sträuchern leben. Rund um den WASRUIMTE ZUID, wo viel Schutz vorhanden ist, befinden sie sich in ihrem natürlichen Element. Ihr wichtigster Beitrag zum Ökosystem findet am Boden statt.

Durch ihr ständiges Scharren und Picken lockern die Hühner den Boden auf. Dies schafft sogenannte „Keimgelegenheiten“: Samen haben die Chance, den Boden zu erreichen und zu keimen. Nach dem Mähen des Grases wird das Schnittgut als Mulchschicht um die Bäume verteilt. Durch diese dicke Schicht verlangsamt sich der Zersetzungsprozess. Hier kommen die Hühner ins Spiel: Durch ihr Scharren und Picken lockern sie die dichte Schicht wieder auf, wodurch organisches Material schneller in nährstoffreiche Erde umgewandelt wird. So kann erneut ausgesät werden. Auf diese Weise arbeitet man mit Tieren zusammen, um die Bodenbedingungen kontinuierlich zu verbessern.

Hasen: Natürliche Wiederkäuer

Die Landschaft mit ihren sanften Hügeln und Wadis wirkt inzwischen so natürlich, dass auch andere Wildtiere ihren Platz finden. Hasen werden regelmäßig auf dem Gelände gesichtet, auf der Suche nach Nahrung und Unterschlupf. Sie tragen durch Beweidung und das Verbreiten von Samen zur Biodiversität bei.

Vögel: Insektenfresser

Auch die Vogelpopulation auf dem Gelände fällt zunehmend auf, berichten Vogelkundler. Besondere Beobachtungen werden regelmäßiger gemacht; der Eisvogel wurde hier bereits gesichtet. Das reiche Bodenleben zieht Arten wie den Grünspecht an, der seine Nahrung auf dem Boden sucht, statt in Bäumen. Außerdem bieten fruchttragende Sträucher, wie Hagebutten und Flieder, Nahrung und Schutz für viele verschiedene Vogelarten. Vögel spielen eine wichtige Rolle im natürlichen Gleichgewicht, unter anderem durch die Regulierung von Insektenpopulationen.

Waldboden-Kakerlaken: Unschuldige Räumer

Auch kleinere, weniger auffällige Tiere spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem von ONS BUITEN, wie die Waldboden-Kakerlake. Diese einheimische Art ist im Gegensatz zu anderen Kakerlaken harmlos für den Menschen. Sie helfen beim Aufräumen von organischem Abfall und tragen so zu einem gesunden Boden bei. Ihre Anwesenheit zeigt, dass das natürliche Gleichgewicht stimmt und das Gelände für unterschiedliche Lebensformen attraktiv ist.

Wildbienen: Unverzichtbare Bestäuber

Dass das Ökosystem auf ONS BUITEN gut funktioniert, zeigt sich unter anderem an der Bestäubung. Die Mispelbäume hängen voller Früchte, was beweist, dass solitäre Bienen ihre Arbeit fleißig verrichten. Für Wildbienen ist ONS BUITEN ein idealer Lebensraum: In der Bepflanzung wird bewusst auf sie geachtet. Das Gelände ist beispielsweise voll mit Weiden, die als Frühblüher in einer Zeit Nahrung bieten, in der es sonst wenig Nektar gibt. Außerdem wurden spezielle Bereiche eingerichtet, in denen Bienen Schutz finden und ihre Eier ablegen können. Zudem kommen Bienenschwärme regelmäßig auf das Gelände, was zur Biodiversität beiträgt und zeigt, dass das Ökosystem gesund und im Gleichgewicht ist.

Der Beweis für ein gesundes Ökosystem

Die zunehmend vielfältige Tierpopulation auf ONS BUITEN zeigt, dass das Gelände „energie stimmt“ und sich wirklich wie Natur anfühlt. Sie fungieren als stille Gradmesser eines gesunden Naturentwicklungsareals. Durch die Kombination von natürlichen Prozessen und bewussten menschlichen Eingriffen – Mähen, Schneiden und das Ergänzen fehlender Glieder – entsteht eine Landschaft, die sowohl ökologisch wertvoll als auch ästhetisch ansprechend ist.

So können Mensch, Tier und Natur sich gegenseitig stärken: Tiere halten das Ökosystem im Gleichgewicht, und wir schaffen die Bedingungen, unter denen sie gedeihen können. Gemeinsam schaffen wir ein lebendiges, widerstandsfähiges Gelände, auf dem die Natur wirklich wachsen und blühen kann.